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Wenn Essen krank macht

Nah­rungs­mit­tel
Unver­träg­lich­kei­ten

Ursa­chen fin­den, statt nur Sym­pto­me zu bekämpfen

Wenn jeder Bis­sen zur Bedro­hung wird…

Vie­le Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten kom­men nach Mona­ten oder Jah­ren der erfolg­lo­sen Suche zu mir. Bauch­schmer­zen nach dem Essen. Blä­hun­gen. Plötz­lich Haut­aus­schlag, Kopf­schmer­zen, eine Müdig­keit, die nicht weicht. Und nie­mand fin­det eine Ursache.

Ande­re haben bereits Lis­ten geführt, Lebens­mit­tel weg­ge­las­sen, Diä­ten aus­pro­biert. Man­che haben kost­spie­li­ge Tests gemacht, die mehr Ver­wir­rung als Klar­heit gebracht haben.

Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten sind ein viel­schich­ti­ges Feld. In Deutsch­land sind rund 30 Pro­zent aller Erwach­se­nen davon über­zeugt, bestimm­te Lebens­mit­tel nicht zu vertragen.¹ Die offi­zi­el­le All­er­gie­sta­tis­tik erfasst nur einen Bruch­teil die­ser Beschwer­den, weil sie sich auf klas­si­sche Sofort­typ-All­er­gien beschränkt.² Was dar­über hin­aus­geht, fällt häu­fig durch das Ras­ter der Standarddiagnostik.

Die Dia­gnos­tik und Bera­tung die­ser Pati­en­ten, denen durch den klas­si­schen All­er­gie­test nicht gehol­fen wer­den kann, ist seit 25 Jah­ren ein zen­tra­ler Schwer­punkt. Mei­ne Auf­ga­be heißt: her­aus­fin­den, was die indi­vi­du­el­len Beschwer­den aus­löst – und einen Weg zei­gen, der über das Strei­chen gan­zer Lebens­mit­tel­grup­pen hinausgeht.

War­um die Begrif­fe wich­tig sind

All­er­gie, Into­le­ranz und Sen­si­bi­li­sie­rung wer­den im All­tag oft ver­mischt. Genau die­se Unklar­heit führt zu fal­schen Tests und über­flüs­si­gen Diä­ten. Vier Mecha­nis­men las­sen sich unter­schei­den – jeder mit eige­ner Dia­gnos­tik und Therapie.

Schematische Darstellung der vier Mechanismen von Nahrungsmittelreaktionen: IgE-vermittelte echte Allergie, IgG-vermittelte verzögerte Reaktion, Intoleranz durch Enzymmangel und Pseudoallergie durch direkte Mastzellaktivierung

Ech­te All­er­gien (Typ I, IgE-ver­mit­telt) ver­lau­fen schnell. Inner­halb von Minu­ten nach dem Ver­zehr kommt es zu Haut­re­ak­tio­nen, Juck­reiz, Schwel­lun­gen, im Extrem­fall zu Atem­not. Das Immun­sys­tem reagiert mit IgE-Anti­kör­pern. Im Erwach­se­nen­al­ter ist die­se Form seltener.² Häu­fig zeigt sie sich als pol­len­as­so­zi­ier­te Kreuz­re­ak­ti­on, dazu gleich mehr.

Ver­zö­ger­te Reak­tio­nen (Typ III, IgG-ver­mit­telt) zei­gen sich erst Stun­den oder Tage spä­ter. Typisch sind chro­ni­sche Beschwer­den – Gelenk­schmer­zen, Haut­pro­ble­me, Migrä­ne, Reiz­darm­sym­pto­me, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen. Hier bil­det das Immun­sys­tem IgG-Anti­kör­per, die das Kom­ple­ment­sys­tem akti­vie­ren und eine nied­rig­gra­di­ge Ent­zün­dung im Gewe­be unterhalten.³ Die­se Form ist in Deutsch­land umstrit­ten – war­um die übli­che Kri­tik zu kurz greift, erklä­re ich im Diagnostik-Abschnitt.

Ech­te Into­le­ran­zen haben mit dem Immun­sys­tem nichts zu tun. Hier fehlt ein Enzym oder ein Trans­port­me­cha­nis­mus. Bei­spie­le sind Lak­to­se­into­le­ranz (Man­gel des Enzyms Lak­ta­se), Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on (gestör­ter Trans­port von Frucht­zu­cker) oder Hist­amin­in­to­le­ranz (ver­min­der­ter Abbau von Hist­amin durch das Enzym Dia­min­oxi­da­se, kurz DAO oder Hist­amin­me­thyl­trans­fer­a­se, kurz HNMT).⁴

Pseu­do­all­er­gien ver­lau­fen wie All­er­gien, ohne klas­si­sche Betei­li­gung des Immun­sys­tems. Aus­lö­ser sind häu­fig bio­ge­ne Ami­ne, Sali­cy­la­te oder bestimm­te Lebensmittelzusatzstoffe.

Ein IgE-Test bringt kei­ne Infor­ma­ti­on dar­über, ob jemand Lak­to­se oder Hist­amin nicht ver­trägt. Ein H2-Atem­test sagt nichts über ech­te All­er­gien. Wel­che Dia­gnos­tik passt, hängt davon ab, wel­cher Mecha­nis­mus ver­mu­tet wird.

Die häu­figs­ten For­men im Überblick

Die fol­gen­den Krank­heits­bil­der tre­ten in der Pra­xis am häu­figs­ten auf. Jedes ist ein The­ma für sich – an die­ser Stel­le reicht ein Über­blick, der die wich­tigs­ten Unter­schie­de zeigt.

Ech­te Nah­rungs­mit­tel­all­er­gien und das ora­le All­er­gie­syn­drom (OAS)

Klas­si­sche All­er­gien betref­fen am häu­figs­ten Erd­nüs­se, Baum­nüs­se, Scha­len­tie­re, Fisch, Hüh­ner­ei und bei Kin­dern Kuhmilch.² Im Erwach­se­nen­al­ter steht eine ande­re Form im Vor­der­grund: das ora­le All­er­gie­syn­drom (OAS). Dabei reagiert der Kör­per auf Eiweiß­struk­tu­ren in Obst, Gemü­se oder Nüs­sen, weil sie denen von Pol­len ähneln, gegen die schon eine All­er­gie besteht.

Wer auf Bir­ken­pol­len all­er­gisch ist, reagiert häu­fig auch auf Apfel, Bir­ne, Hasel­nuss, Karot­te oder Sel­le­rie. Typi­sche Beschwer­den sind Krib­beln und Schwel­lun­gen im Mund- und Rachen­raum kurz nach dem Ver­zehr. Das OAS ver­läuft meist harm­los. Hef­ti­ge­re Reak­tio­nen sind mög­lich und müs­sen von einer sys­te­mi­schen All­er­gie abge­grenzt werden.

Hist­amin­in­to­le­ranz und Histaminabbaustörungen

Hist­amin ist ein kör­per­ei­ge­ner Boten­stoff. Er steu­ert Ent­zün­dungs­re­ak­tio­nen, die Magen­säu­re­pro­duk­ti­on und Nervensignale.⁴ In Lebens­mit­teln kommt er unter­schied­lich kon­zen­triert vor – beson­ders viel in lan­ge gereif­tem Käse, Rot­wein, Sau­er­kraut, geräu­cher­tem Fisch oder Tomaten.

Funk­tio­niert das Enzym Dia­min­oxi­da­se (DAO) im Darm nicht aus­rei­chend, kann Hist­amin nach dem Essen Beschwer­den aus­lö­sen. Typisch sind Kopf­schmer­zen, Haut­rö­tun­gen, Herz­ra­sen, ver­stopf­te Nase, Ver­dau­ungs­pro­ble­me. Hist­amin­ab­baustö­run­gen wer­den häu­fig über­se­hen, weil kei­ne ein­zel­ne Mahl­zeit klar als Aus­lö­ser auf­fällt. Reak­tio­nen ent­ste­hen oft erst, wenn meh­re­re hist­amin­rei­che Lebens­mit­tel gemein­sam in einer Mahl­zeit ver­zehrt werden.

Mast­zel­l­ak­ti­vie­rungs-Syn­drom (MCAS)

Beim MCAS reagie­ren Mast­zel­len – bestimm­te Immun­zel­len – über­mä­ßig auf eine Viel­zahl von Rei­zen: Lebens­mit­tel, Stress, Tem­pe­ra­tur­wech­sel, Düfte.⁵ Sie schüt­ten dabei Hist­amin aus, dazu eine Rei­he wei­te­rer ent­zün­dungs­för­dern­der Stoffe.

Die Beschwer­den sind viel­ge­stal­tig und betref­fen oft meh­re­re Organ­sys­te­me gleich­zei­tig: Haut, Magen-Darm-Trakt, Atem­we­ge, Kreis­lauf, Ner­ven­sys­tem. Das MCAS ist ein ver­gleichs­wei­se neu­es Krankheitsbild.⁵ Wenn Beschwer­den kei­nem ein­fa­chen Sche­ma fol­gen, lohnt es sich, dar­an zu denken.

Lak­to­se­into­le­ranz

Lak­to­se ist der Zucker in der Milch. Im Dünn­darm wird er durch das Enzym Lak­ta­se zer­legt. Bei vie­len Erwach­se­nen lässt die­se Enzym­ak­ti­vi­tät im Lauf des Lebens nach – evo­lu­ti­ons­ge­schicht­lich der Nor­mal­fall, da Erwach­se­ne ursprüng­lich kei­ne Milch tranken.⁶

Nicht abge­bau­te Lak­to­se gelangt in den Dick­darm, wird dort von Bak­te­ri­en ver­go­ren und führt zu Blä­hun­gen, Durch­fall, Bauch­schmer­zen. Die Dia­gnos­tik ist hier ver­gleichs­wei­se ein­fach: Ein H2-Atem­test (Was­ser­stoff­gas-Atem­test) zeigt zuver­läs­sig an, ob Lak­to­se unver­daut in den Dick­darm gelangt.⁶

Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on

Bei der Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on funk­tio­niert der Trans­port von Frucht­zu­cker durch die Darm­wand nicht korrekt.⁷ Auch hier gelangt der Zucker in den Dick­darm und löst dort die typi­schen Beschwer­den aus. Betrof­fen sind häu­fig Lebens­mit­tel, die als gesund gel­ten – Obst, Honig, man­che Gemü­se­sor­ten – sowie vie­le “zucker­freie” Süßungs­mit­tel mit Sor­bit. Die Dia­gnos­tik erfolgt eben­falls über einen H2-Atemtest.

Die Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on ist abzu­gren­zen von der sel­te­nen, ange­bo­re­nen her­edi­tä­ren Fruk­to­se­into­le­ranz. Die­se ist eine schwer­wie­gen­de Stoff­wech­sel­er­kran­kung, die bereits im Säug­lings­al­ter auf­fällt und ein ande­res Krank­heits­bild darstellt.

Sor­bit- und Polyolintoleranz

Sor­bit und ande­re Zucker­al­ko­ho­le (Poly­o­le) wer­den in vie­len “zucker­frei­en” Pro­duk­ten ein­ge­setzt. Sie kom­men auch natür­lich in Stein­obst und Tro­cken­früch­ten vor. Wer­den sie schlecht resor­biert, lösen sie ähn­li­che Beschwer­den aus wie eine Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on – häu­fig sogar in Kom­bi­na­ti­on, weil Sor­bit zusätz­lich die Fruk­to­se­auf­nah­me behindert.⁷

Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät, Wei­zen­all­er­gie und Zöliakie

Die­se drei Krank­heits­bil­der wer­den im All­tag und sogar in man­cher Pra­xis verwechselt.⁸ Sie betref­fen unter­schied­li­che Mecha­nis­men und erfor­dern unter­schied­li­che Therapie.

Die Zöli­a­kie ist eine immun­ver­mit­tel­te Erkran­kung. Glu­ten löst eine Ent­zün­dung der Dünn­darm­schleim­haut aus und führt zur Rück­bil­dung der Darm­zot­ten. Die Dia­gno­se erfolgt über Blut­tests (Trans­glut­ami­na­se-Anti­kör­per), im Ver­dachts­fall durch eine Dünn­darm­bi­op­sie. Die The­ra­pie ist eine strik­te, lebens­lan­ge glu­ten­freie Ernährung.

Die Wei­zen­all­er­gie ist eine klas­si­sche IgE-ver­mit­tel­te All­er­gie auf Wei­zen­pro­te­ine, mit Sofortreaktionen.

Die Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät (Nicht-Zöli­a­kie-Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät) ist ein eigen­stän­di­ges Krankheitsbild.⁸ Nach Glu­ten­ver­zehr tre­ten Beschwer­den auf, ohne dass sich die typi­schen Mar­ker einer Zöli­a­kie oder einer Wei­zen­all­er­gie nach­wei­sen las­sen. Die Dia­gno­se erfolgt durch sorg­fäl­ti­gen Aus­schluss und kon­trol­lier­te Eliminations-Provokations-Diät.

Die unter­schätz­te Rol­le der Darmbarriere

Bei vie­len Beschwer­den, die wie eine Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­keit aus­se­hen, beginnt das Pro­blem in der Darm­schleim­haut. Wenn die Bar­rie­re durch­läs­sig wird, kommt es zu Anti­kör­per­bil­dung gegen vie­le Lebens­mit­tel gleich­zei­tig. Eine Eli­mi­na­ti­ons­di­ät hilft dann nur kurz­zei­tig, weil die Ursa­che unbe­han­delt bleibt.

Die Darm­wand ist eine hoch­spe­zia­li­sier­te Bar­rie­re. Sie nimmt Nähr­stof­fe auf und ver­hin­dert gleich­zei­tig, dass grö­ße­re Eiweiß­bruch­stü­cke unkon­trol­liert ins Blut gelan­gen. Zwi­schen den Zel­len der Darm­schleim­haut sit­zen Tight Junc­tions – wört­lich “enge Ver­bin­dun­gen” –, die genau die­se Abdich­tung gewährleisten.⁹

Ist die Darm­bar­rie­re gestört, in der Fach­li­te­ra­tur als Leaky Gut oder Tight Junc­tion Dis­or­der beschrie­ben, öff­nen sich die­se Ver­bin­dun­gen vermehrt.⁹ Grö­ße­re Eiweiß­bruch­stü­cke aus der Nah­rung pas­sie­ren die Darm­wand, tref­fen im Blut auf das Immun­sys­tem und wer­den dort als fremd erkannt. Das Immun­sys­tem bil­det IgG-Anti­kör­per gegen vie­le Lebens­mit­tel, die regel­mä­ßig auf dem Spei­se­plan stehen.¹⁰ Die Anti­kör­per bil­den mit den Eiweiß­bruch­stü­cken Immun­kom­ple­xe, akti­vie­ren das Kom­ple­ment­sys­tem und unter­hal­ten eine nied­rig­gra­di­ge, chro­ni­sche Entzündung.³

Querschnitt durch die Darmschleimhaut: Vergleich der intakten Darmbarriere mit geschlossenen Tight Junctions und der gestörten Barriere bei Leaky Gut mit geöffneten Tight Junctions und Übertritt von Eiweißbruchstücken ins Blut

Hier liegt ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis. Wenn die Darm­bar­rie­re durch­läs­sig ist, zeigt ein IgG-Test in der Regel vie­le Tref­fer auf ein­mal. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten eli­mi­nie­ren dann zehn oder fünf­zehn Lebens­mit­tel, ohne dass sich die Beschwer­den dau­er­haft bes­sern. Die eigent­li­che Ursa­che, die Per­mea­bi­li­täts­stö­rung, bleibt unbe­han­delt. Nach eini­gen Wochen tau­chen Reak­tio­nen auf ande­re Lebens­mit­tel auf.

In mei­ner Pra­xis prü­fe ich des­halb in der Regel zuerst die Darm­bar­rie­re. Mar­ker wie Zonu­lin, Alpha-1-Anti­tryp­sin im Stuhl oder das sekre­to­ri­sche IgA geben Hin­wei­se auf den Zustand der Schleimhaut.⁹ Erst wenn die­ses Bild klar ist, ergibt eine geziel­te Anti­kör­per­dia­gnos­tik wirk­lich Sinn.

Dia­gnos­tik: Was sinn­voll ist und wor­auf zu ach­ten ist

Wel­cher Test im Ein­zel­fall passt, hängt vom ver­mu­te­ten Mecha­nis­mus ab. Die fol­gen­den Ver­fah­ren decken die wich­tigs­ten Berei­che ab.

Klas­si­sche All­er­gie­dia­gnos­tik (IgE)

Bei Ver­dacht auf eine Sofort­typ-All­er­gie kommt der spe­zi­fi­sche IgE-Blut­test oder der Haut­test (Prick-Test) zum Ein­satz. Die­se Ver­fah­ren sind wis­sen­schaft­lich gut etabliert.² Für die häu­fi­ge­ren ver­zö­ger­ten Reak­tio­nen sind sie jedoch nicht aussagekräftig.

Atem­tests bei Zuckerunverträglichkeiten

Für Lak­to­se, Fruk­to­se und Sor­bit ist der Was­ser­stoff-Atem­test (H2-Atem­test) ein ver­läss­li­ches Verfahren.⁶ ⁷ Nach Ein­nah­me einer defi­nier­ten Men­ge des jewei­li­gen Zuckers wird über meh­re­re Stun­den gemes­sen, wie viel Was­ser­stoff in der Atem­luft auf­taucht. Ein Anstieg zeigt an, dass der Zucker im Dick­darm bak­te­ri­ell ver­go­ren wird.

Eli­mi­na­ti­ons- und Provokationsdiät

Bei Hist­amin­in­to­le­ranz und Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät ist die struk­tu­rier­te Eli­mi­na­ti­ons- und Pro­vo­ka­ti­ons­di­ät das aus­sa­ge­kräf­tigs­te Verfahren.⁴ ⁸ Über einen fest­ge­leg­ten Zeit­raum wer­den ver­däch­ti­ge Lebens­mit­tel kon­se­quent gemie­den, anschlie­ßend kon­trol­liert wie­der ein­ge­führt. Beglei­tet wird das Vor­ge­hen durch ein Beschwer­de­ta­ge­buch. Die­se Metho­de erfor­dert Dis­zi­plin, lie­fert aber oft die klars­ten Ergebnisse.

IgG-Dia­gnos­tik – dif­fe­ren­ziert betrachtet

Die Bestim­mung von IgG-Anti­kör­pern gegen Nah­rungs­mit­tel ist in Deutsch­land umstrit­ten. Die Deut­sche Gesell­schaft für All­er­go­lo­gie und kli­ni­sche Immu­no­lo­gie (DGA­KI) lehnt die­se Dia­gnos­tik ab.¹¹ Sie beruft sich dabei auf ein Posi­ti­ons­pa­pier der euro­päi­schen Fach­ge­sell­schaft EAA­CI von 2008.¹² Bei genau­er Betrach­tung zeigt sich: Das EAA­CI-Papier bezog sich aus­schließ­lich auf eine bestimm­te Unter­klas­se, IgG4. Die­se Unter­klas­se akti­viert das Kom­ple­ment­sys­tem nicht und löst aus bio­che­mi­scher Sicht kei­ne Ent­zün­dung aus.¹³

Die DGA­KI hat die­se Aus­sa­ge 2009 jedoch auf das gesam­te IgG ausgeweitet.¹¹ Die übri­gen Unter­klas­sen (IgG1, IgG2, IgG3) – zusam­men 96 Pro­zent aller IgG-Anti­kör­per – akti­vie­ren das Kom­ple­ment­sys­tem sehr wohl und kön­nen ent­zünd­li­che Pro­zes­se vermitteln.¹³ Meh­re­re kli­ni­sche Stu­di­en zu Reiz­darm, Migrä­ne und Mor­bus Crohn deu­ten dar­auf hin, dass IgG-basier­te Eli­mi­na­ti­ons­diä­ten Beschwer­den ver­bes­sern können.¹⁴ ¹⁵ ¹⁶

IgG-Tests sind kein All­heil­mit­tel. Die pau­scha­le Anwen­dung gro­ßer Test-Panels ohne Vor­be­fund kann mehr scha­den als hel­fen. Sinn­voll wer­den sie, wenn die Darm­bar­rie­re geprüft, ande­re Ursa­chen aus­ge­schlos­sen und die Ergeb­nis­se vor dem Hin­ter­grund der indi­vi­du­el­len Ernäh­rung inter­pre­tiert wer­den. So ange­wen­det kann ein IgG-Test ein wert­vol­ler Bau­stein der Dia­gnos­tik sein.

Dia­gnos­tik der Darmbarriere

Zur Ein­schät­zung der Schleim­haut­funk­ti­on ste­hen ver­schie­de­ne Stuhl- und Blut­tests zur Ver­fü­gung: Zonu­lin, I‑FABP, Alpha-1-Anti­tryp­sin, sekre­to­ri­sches IgA, Cal­pro­tec­tin sowie der Sta­tus der Darmflora.⁹ Wel­che Unter­su­chun­gen im Ein­zel­fall pas­sen, hängt von den Beschwer­den und dem bis­he­ri­gen Befund­ver­lauf ab.

So läuft die Bera­tung in mei­ner Pra­xis ab

Ein Bera­tungs­ge­spräch beginnt mit einer aus­führ­li­chen Ana­mne­se, bevor der ers­te Test in den Blick kommt. Wel­che Beschwer­den tre­ten auf? In wel­chem zeit­li­chen Zusam­men­hang zum Essen? Wel­che Lebens­mit­tel wer­den beson­ders häu­fig kon­su­miert? Gibt es Vor­er­kran­kun­gen, Medi­ka­men­te, frü­he­re Anti­bio­ti­ka­the­ra­pien, frü­he­re Infek­te? Wie steht es um Schlaf, Stress, Bewe­gung? Brin­gen Sie Ihre bis­he­ri­gen Befun­de ger­ne mit – so kön­nen wir gemein­sam ein­ord­nen, was bereits abge­klärt ist.

Dar­aus ergibt sich, wel­che Dia­gnos­tik sinn­voll ist und in wel­cher Rei­hen­fol­ge. Häu­fig steht die Beur­tei­lung der Darm­schleim­haut am Anfang. Erst wenn die­ses Bild klar ist, folgt die geziel­te Anti­kör­per- oder Atemtest-Diagnostik.

Die the­ra­peu­ti­sche Kon­se­quenz besteht sel­ten in einem rei­nen Ver­zicht. Sinn­vol­ler ist meist ein zeit­lich begrenz­tes Aus­set­zen der belas­ten­den Lebens­mit­tel. Gleich­zei­tig wer­den sie durch hoch­wer­ti­ge Alter­na­ti­ven ersetzt, damit die Ernäh­rung aus­ge­wo­gen bleibt. Par­al­lel arbei­ten wir an der Ursa­che: an der Darm­schleim­haut, an der Mikro­bio­ta, an Mikro­nähr­stof­fen, gege­be­nen­falls an Stress- und Schlaf­re­gu­la­ti­on. Ziel ist die Wie­der­her­stel­lung einer Tole­ranz, die lang­fris­tig wie­der mehr Viel­falt erlaubt.

Bera­tungs­ter­mi­ne in Ham­burg und online

Die Bera­tung bie­te ich in mei­ner Pra­xis in Ham­burg-St. Georg an, eben­so als Video­sprech­stun­de im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum. Ein Bera­tungs­ge­spräch dau­ert in der Regel 60 Minu­ten. Auf Wunsch erhal­ten Sie eine schrift­li­che Zusam­men­fas­sung mit Emp­feh­lun­gen, die Sie auch an mit­be­han­deln­de Ärz­tin­nen und Ärz­te wei­ter­ge­ben können.

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Bera­tungs­te­rin ver­ein­ba­ren unter: 040 2093381

All­er­gien zei­gen sich typi­scher­wei­se inner­halb von Minu­ten bis weni­gen Stun­den nach dem Ver­zehr. Sie betref­fen häu­fig Haut, Atem­we­ge oder Kreis­lauf. Unver­träg­lich­kei­ten ver­lau­fen oft schlei­chen­der, mit einer zeit­li­chen Ver­zö­ge­rung von Stun­den bis Tagen. Sie betref­fen meist den Ver­dau­ungs­trakt oder zei­gen sich als unspe­zi­fi­sche Beschwer­den wie Kopf­schmer­zen, Müdig­keit oder Haut­ver­än­de­run­gen. Eine ein­deu­ti­ge Zuord­nung gelingt sel­ten allein über die Sym­pto­me – dafür sind eine sorg­fäl­ti­ge Ana­mne­se und je nach Ver­dacht eine geziel­te Dia­gnos­tik nötig.

Das Spek­trum ist breit. Häu­fig sind Ver­dau­ungs­be­schwer­den wie Blä­hun­gen, Durch­fall, Bauch­schmer­zen oder Übel­keit. Es kön­nen auch Beschwer­den auf­tre­ten, die auf den ers­ten Blick nicht mit der Ernäh­rung in Ver­bin­dung gebracht wer­den: Migrä­ne, chro­ni­sche Müdig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Haut­aus­schlä­ge, Gelenk­be­schwer­den, Stim­mungs­schwan­kun­gen. Gera­de die­se Viel­ge­stal­tig­keit macht die Ein­ord­nung schwierig.

Die Ant­wort hängt davon ab, in wel­chem Zusam­men­hang sie ein­ge­setzt wer­den. Groß­flä­chi­ge IgG-Panels ohne wei­te­re Vor­ab­klä­rung füh­ren häu­fig zu vie­len Tref­fern. Die­se kön­nen Fol­ge einer gestör­ten Darm­bar­rie­re sein und nicht Ursa­che der Beschwer­den. Eine Eli­mi­na­ti­ons­di­ät bringt dann sel­ten dau­er­haf­te Bes­se­rung. Sinn­voll wird ein IgG-Test, wenn vor­her die Schleim­haut­funk­ti­on geprüft wur­de und die Aus­wahl der getes­te­ten Lebens­mit­tel an die indi­vi­du­el­le Ernäh­rung ange­passt ist. So ange­wen­det kann er ein wert­vol­ler Bau­stein einer umfas­sen­den Dia­gnos­tik sein.

Mit Leaky Gut ist eine erhöh­te Durch­läs­sig­keit der Darm­schleim­haut gemeint. Die fei­nen Ver­bin­dun­gen zwi­schen den Zel­len der Darm­wand öff­nen sich ver­mehrt. Eiweiß­bruch­stü­cke gelan­gen ins Blut und wer­den vom Immun­sys­tem als fremd erkannt. Die Fol­ge sind Anti­kör­per­bil­dung gegen vie­le Lebens­mit­tel und eine nied­rig­gra­di­ge chro­ni­sche Ent­zün­dung. Die Beschwer­den sind oft dif­fus und betref­fen ver­schie­de­ne Organ­sys­te­me. Die Wie­der­her­stel­lung der Schleim­haut­funk­ti­on ist des­halb ein zen­tra­ler Therapieansatz.

In der Regel nicht. Ein sinn­vol­ler The­ra­pie­an­satz sieht eine zeit­lich begrenz­te Karenz vor – weni­ge Wochen bis eini­ge Mona­te – kom­bi­niert mit einer Behand­lung der zugrun­de lie­gen­den Ursa­che. Anschlie­ßend las­sen sich die Lebens­mit­tel meist schritt­wei­se wie­der ein­füh­ren. Ziel ist eine brei­te Tole­ranz, die lang­fris­tig wie­der mehr Viel­falt im All­tag ermöglicht.

Das hat in der Regel weni­ger mit dem Lebens­mit­tel zu tun als mit Ver­än­de­run­gen im Kör­per. Häu­fi­ge Aus­lö­ser sind anhal­ten­der Stress, Anti­bio­ti­ka­the­ra­pien, Magen-Darm-Infek­te, hor­mo­nel­le Umstel­lun­gen oder eine schlei­chen­de Schä­di­gung der Darmschleimhaut.⁹ Wenn sich die Schutz­funk­ti­on des Darms ver­än­dert, kann der Kör­per auf Nah­rungs­be­stand­tei­le reagie­ren, die zuvor unpro­ble­ma­tisch waren.

Bei der Zöli­a­kie liegt eine immun­ver­mit­tel­te Erkran­kung vor, die zu einer mess­ba­ren Schä­di­gung der Dünn­darm­schleim­haut führt. Sie wird über bestimm­te Anti­kör­per im Blut und gege­be­nen­falls eine Dünn­darm­bi­op­sie dia­gnos­ti­ziert. Sie erfor­dert lebens­lang eine strikt glu­ten­freie Ernäh­rung. Die Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät ist ein eigen­stän­di­ges Krank­heits­bild ohne die­se Schleim­haut­schä­den und ohne die typi­schen Antikörper.⁸ Die Beschwer­den ähneln ein­an­der, der Mecha­nis­mus und die the­ra­peu­ti­schen Kon­se­quen­zen unter­schei­den sich. Eine siche­re Abgren­zung ist wich­tig, bevor eine glu­ten­freie Ernäh­rung beginnt.

Eine Hist­amin­in­to­le­ranz lässt sich nicht über einen ein­zel­nen Blut­test sicher fest­stel­len. Wer­te wie die DAO-Akti­vi­tät geben nur Hin­wei­se und kön­nen trotz Beschwer­den im Norm­be­reich liegen.⁴ Die belast­bars­te Dia­gnos­tik ist eine struk­tu­rier­te hist­amin­ar­me Ernäh­rung über zwei bis vier Wochen mit anschlie­ßen­der kon­trol­lier­ter Wie­der­ein­füh­rung hist­amin­rei­cher Lebens­mit­tel, beglei­tet durch ein Beschwer­de­ta­ge­buch. Ergän­zen­de Labor­un­ter­su­chun­gen run­den das Bild ab.

Im ers­ten Ter­min neh­me ich mir 60 Minu­ten Zeit. In die­ser Zeit erfas­se ich Beschwer­den, Vor­er­kran­kun­gen, bis­he­ri­ge Befun­de und Ernäh­rung im Detail. Auf die­ser Basis ent­steht ein indi­vi­du­el­ler Vor­schlag für die wei­te­re Dia­gnos­tik und ers­te the­ra­peu­ti­sche Schrit­te. Sie erhal­ten eine schrift­li­che Zusam­men­fas­sung der Emp­feh­lun­gen. Fol­ge­ge­sprä­che die­nen der Aus­wer­tung von Befun­den, der Anpas­sung des Vor­ge­hens und der Beglei­tung im wei­te­ren Verlauf.

Häu­fig gestell­te Fragen

Es gibt Fra­gen, die mir zum The­ma Nah­rungs­mit­tel-Unver­träg­lich­kei­ten häu­fi­ger gestellt wer­den. Hier fin­den Sie die Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen. Wenn Ihre Fra­ge hier nicht beant­wor­tet wird, scheu­en Sie sich nicht und schi­cken uns Ihre Fra­ge über das Kon­takt­for­mu­lar oder per E‑Mail.

Picture of Kai Stefan Haschke | Heilpraktiker in Hamburg
Kai Ste­fan Hasch­ke | Heil­prak­ti­ker in Hamburg 

Kai Ste­fan Hasch­ke ist Heil­prak­ti­ker in Ham­burg St. Georg. Zuge­las­sen seit 1999, seit 2000 in eige­ner Pra­xis – zunächst in Stutt­gart, seit 2010 in Ham­burg, seit 2018 am Holz­damm gegen­über dem Hotel Atlan­tic. Behand­lungs­schwer­punk­te: Auto­im­mun­erkran­kun­gen (beson­ders Hash­i­mo­to-Thy­reo­idi­tis), chro­ni­sche Beschwer­den, Ernäh­rungs- und Stoff­wech­sel­the­ra­pie, indi­vi­du­el­le Krebsberatung.

Mit­glied im Fach­ver­band Deut­scher Heil­prak­ti­ker (FDH) und im Arbeits­kreis für Kli­ni­sche Toxi­ko­lo­gie der DGUHT.

→ Ter­min ver­ein­ba­ren: 040 20933810

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Kai Ste­fan Hasch­ke | Heil­prak­ti­ker in Hamburg 

Kai Ste­fan Hasch­ke ist Heil­prak­ti­ker in Ham­burg St. Georg. Zuge­las­sen seit 1999, seit 2000 in eige­ner Pra­xis – zunächst in Stutt­gart, seit 2010 in Ham­burg, seit 2018 am Holz­damm gegen­über dem Hotel Atlan­tic. Behand­lungs­schwer­punk­te: Auto­im­mun­erkran­kun­gen (beson­ders Hash­i­mo­to-Thy­reo­idi­tis), chro­ni­sche Beschwer­den, Ernäh­rungs- und Stoff­wech­sel­the­ra­pie, indi­vi­du­el­le Krebsberatung.

Mit­glied im Fach­ver­band Deut­scher Heil­prak­ti­ker (FDH) und im Arbeits­kreis für Kli­ni­sche Toxi­ko­lo­gie der DGUHT.

→ Ter­min ver­ein­ba­ren: 040 20933810

Quel­len

¹ Schwen­nin­ger Kran­ken­kas­se / vivi­da bkk. Bevöl­ke­rungs­re­prä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge: Jeder drit­te Bun­des­bür­ger lei­det an Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten. 2015.
² Worm M et al. Update Leit­li­nie zum Manage­ment IgE-ver­mit­tel­ter Nah­rungs­mit­tel­all­er­gien – S2k-Leit­li­nie der DGA­KI. All­er­go­lo­gie 2021; 44(7):488–541.
³ Vidars­son G, Dek­kers G, Ris­pens T. IgG sub­clas­ses and allo­ty­pes: from struc­tu­re to effec­tor func­tions. Fron­tiers in Immu­no­lo­gy 2014; 5:520.
⁴ Maintz L, Novak N. Hist­ami­ne and hist­ami­ne into­le­rance. Ame­ri­can Jour­nal of Cli­ni­cal Nut­ri­ti­on 2007; 85(5):1185–1196.
⁵ Akin C, Valent P, Met­cal­fe DD. Mast cell acti­va­ti­on syn­dro­me: Pro­po­sed dia­gno­stic cri­te­ria. Jour­nal of Aller­gy and Cli­ni­cal Immu­no­lo­gy 2010; 126(6):1099–1104.
⁶ Mis­sel­witz B, But­ter M, Ver­be­ke K, Fox MR. Update on lac­to­se mal­ab­sorp­ti­on and into­le­rance: patho­ge­ne­sis, dia­gno­sis and cli­ni­cal manage­ment. Gut 2019; 68(11):2080–2091.
⁷ Fede­wa A, Rao SS. Die­ta­ry fruc­to­se into­le­rance, fruc­tan into­le­rance and FOD­MAPs. Cur­rent Gas­tro­en­te­ro­lo­gy Reports 2014; 16(1):370.
⁸ Cat­as­si C, Elli L, Bonaz B et al. Dia­gno­sis of Non-Celi­ac Glu­ten Sen­si­ti­vi­ty (NCGS): The Saler­no Experts’ Cri­te­ria. Nut­ri­ents 2015; 7(6):4966–4977.
⁹ Nie­wiem M, Grzy­bows­ka-Chle­bow­c­zyk U. Intesti­nal Bar­ri­er Per­mea­bi­li­ty in All­er­gic Dise­a­ses. Nut­ri­ents 2022; 14(9):1893.
¹⁰ Lacer­da JF, Lagos AC, Caro­li­no E et al. Func­tion­al Food Com­pon­ents, Intesti­nal Per­mea­bi­li­ty and Inflamm­a­to­ry Mar­kers in Pati­ents with Inflamm­a­to­ry Bowel Dise­a­se. Nut­ri­ents 2021; 13(2):642.
¹¹ Klei­ne-Teb­be J, Ball­mer-Weber B, Bey­er K et al. Kei­ne Emp­feh­lung für IgG- und IgG4-Bestim­mun­gen gegen Nah­rungs­mit­tel. Leit­li­nie der DGA­KI, des ÄDA, der GPA, der ÖGAI und der SGAI. Aller­go Jour­nal 2009; 18:267–273.
¹² Sta­pel SO, Ase­ro R, Ball­mer-Weber BK et al. Test­ing for IgG4 against foods is not recom­men­ded as a dia­gno­stic tool: EAA­CI Task Force Report. Aller­gy 2008; 63(7):793–796.
¹³ Aal­ber­se RC, Sta­pel SO, Schu­ur­man J, Ris­pens T. Immu­no­glo­bu­lin G4: an odd anti­bo­dy. Cli­ni­cal and Expe­ri­men­tal Aller­gy 2009; 39(4):469–477.
¹⁴ Atkin­son W, Shel­don TA, Shaath N, Whor­well PJ. Food eli­mi­na­ti­on based on IgG anti­bo­dies in irri­ta­ble bowel syn­dro­me: a ran­do­mi­sed con­trol­led tri­al. Gut 2004; 53(10):1459–1464.
¹⁵ Alpay K, Ertaş M, Orhan EK et al. Diet rest­ric­tion in migrai­ne, based on IgG against foods: A cli­ni­cal dou­ble-blind, ran­do­mi­sed, cross-over tri­al. Cepha­lal­gia 2010; 30(7):829–837.
¹⁶ Bentz S, Haus­mann M, Piber­ger H et al. Cli­ni­cal Rele­van­ce of IgG Anti­bo­dies against Food Anti­gens in Crohn’s Dise­a­se – A Dou­ble-Blind Cross-Over Diet Inter­ven­ti­on Stu­dy. Diges­ti­on 2010; 81(4):252–264.