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Wenn Essen krank macht

Nah­rungs­mit­tel
Unver­träg­lich­kei­ten

Ursa­chen fin­den, statt nur Sym­pto­me zu bekämpfen

Wenn jeder Bis­sen zur Fra­ge wird

Vie­le Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten kom­men nach Mona­ten oder Jah­ren der erfolg­lo­sen Suche zu mir. Bauch­schmer­zen nach dem Essen. Blä­hun­gen. Plötz­lich Haut­aus­schlag, Kopf­schmer­zen, eine Müdig­keit, die nicht weicht. Und nie­mand fin­det eine Ursache.

Ande­re haben bereits Lis­ten geführt, Lebens­mit­tel weg­ge­las­sen, Diä­ten aus­pro­biert. Man­che haben kost­spie­li­ge Tests gemacht, die mehr Ver­wir­rung als Klar­heit gebracht haben.

Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten sind ein viel­schich­ti­ges Feld. In Deutsch­land sind rund 30 Pro­zent aller Erwach­se­nen davon über­zeugt, bestimm­te Lebens­mit­tel nicht zu vertragen.¹ Die offi­zi­el­le All­er­gie­sta­tis­tik erfasst nur einen Bruch­teil die­ser Beschwer­den, weil sie sich auf klas­si­sche Sofort­typ-All­er­gien beschränkt.² Was dar­über hin­aus­geht, fällt häu­fig durch das Ras­ter der Standarddiagnostik.

In mei­ner Pra­xis ist das Auf­klä­ren die­ser Lücke seit über 25 Jah­ren ein zen­tra­ler Schwer­punkt. Die Auf­ga­be heißt: her­aus­fin­den, was Beschwer­den aus­löst – und einen Weg zei­gen, der über das Strei­chen gan­zer Lebens­mit­tel­grup­pen hinausgeht.

War­um die Begrif­fe wich­tig sind

All­er­gie, Into­le­ranz und Sen­si­bi­li­sie­rung wer­den im All­tag oft ver­mischt. Genau die­se Unklar­heit führt zu fal­schen Tests und über­flüs­si­gen Diä­ten. Vier Mecha­nis­men las­sen sich unter­schei­den – jeder mit eige­ner Dia­gnos­tik und Therapie.

Ech­te All­er­gien (Typ I, IgE-ver­mit­telt) ver­lau­fen schnell. Inner­halb von Minu­ten nach dem Ver­zehr kommt es zu Haut­re­ak­tio­nen, Juck­reiz, Schwel­lun­gen, im Extrem­fall zu Atem­not. Das Immun­sys­tem reagiert mit IgE-Anti­kör­pern. Im Erwach­se­nen­al­ter ist die­se Form seltener.² Häu­fig zeigt sie sich als pol­len­as­so­zi­ier­te Kreuz­re­ak­ti­on, dazu gleich mehr.

Ver­zö­ger­te Reak­tio­nen (Typ III, IgG-ver­mit­telt) zei­gen sich erst Stun­den oder Tage spä­ter. Typisch sind chro­ni­sche Beschwer­den – Gelenk­schmer­zen, Haut­pro­ble­me, Migrä­ne, Reiz­darm­sym­pto­me, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen. Hier bil­det das Immun­sys­tem IgG-Anti­kör­per, die das Kom­ple­ment­sys­tem akti­vie­ren und eine nied­rig­gra­di­ge Ent­zün­dung im Gewe­be unterhalten.³ Die­se Form ist in Deutsch­land umstrit­ten – war­um die übli­che Kri­tik zu kurz greift, erklä­re ich im Diagnostik-Abschnitt.

Ech­te Into­le­ran­zen haben mit dem Immun­sys­tem nichts zu tun. Hier fehlt ein Enzym oder ein Trans­port­me­cha­nis­mus. Bei­spie­le sind Lak­to­se­into­le­ranz (Man­gel des Enzyms Lak­ta­se), Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on (gestör­ter Trans­port von Frucht­zu­cker) oder Hist­amin­in­to­le­ranz (ver­min­der­ter Abbau von Hist­amin durch das Enzym Dia­min­oxi­da­se, kurz DAO).⁴

Pseu­do­all­er­gien ver­lau­fen wie All­er­gien, ohne klas­si­sche Betei­li­gung des Immun­sys­tems. Aus­lö­ser sind häu­fig bio­ge­ne Ami­ne, Sali­cy­la­te oder bestimm­te Lebensmittelzusatzstoffe.

Ein IgE-Test bringt kei­ne Infor­ma­ti­on dar­über, ob jemand Lak­to­se oder Hist­amin nicht ver­trägt. Ein H2-Atem­test sagt nichts über ech­te All­er­gien. Wel­che Dia­gnos­tik passt, hängt davon ab, wel­cher Mecha­nis­mus ver­mu­tet wird.

Die häu­figs­ten For­men im Überblick

Die fol­gen­den Krank­heits­bil­der tre­ten in der Pra­xis am häu­figs­ten auf. Jedes ist ein The­ma für sich – an die­ser Stel­le reicht ein Über­blick, der die wich­tigs­ten Unter­schie­de zeigt.

Ech­te Nah­rungs­mit­tel­all­er­gien und das ora­le All­er­gie­syn­drom (OAS)

Klas­si­sche All­er­gien betref­fen am häu­figs­ten Erd­nüs­se, Baum­nüs­se, Scha­len­tie­re, Fisch, Hüh­ner­ei und bei Kin­dern Kuhmilch.² Im Erwach­se­nen­al­ter steht eine ande­re Form im Vor­der­grund: das ora­le All­er­gie­syn­drom (OAS). Dabei reagiert der Kör­per auf Eiweiß­struk­tu­ren in Obst, Gemü­se oder Nüs­sen, weil sie denen von Pol­len ähneln, gegen die schon eine All­er­gie besteht.

Wer auf Bir­ken­pol­len all­er­gisch ist, reagiert häu­fig auch auf Apfel, Bir­ne, Hasel­nuss, Karot­te oder Sel­le­rie. Typi­sche Beschwer­den sind Krib­beln und Schwel­lun­gen im Mund- und Rachen­raum kurz nach dem Ver­zehr. Das OAS ver­läuft meist harm­los. Hef­ti­ge­re Reak­tio­nen sind mög­lich und müs­sen von einer sys­te­mi­schen All­er­gie abge­grenzt werden.

Hist­amin­in­to­le­ranz und Histaminabbaustörungen

Hist­amin ist ein kör­per­ei­ge­ner Boten­stoff. Er steu­ert Ent­zün­dungs­re­ak­tio­nen, die Magen­säu­re­pro­duk­ti­on und Nervensignale.⁴ In Lebens­mit­teln kommt er unter­schied­lich kon­zen­triert vor – beson­ders viel in lan­ge gereif­tem Käse, Rot­wein, Sau­er­kraut, geräu­cher­tem Fisch oder Tomaten.

Funk­tio­niert das Enzym Dia­min­oxi­da­se (DAO) im Darm nicht aus­rei­chend, kann Hist­amin nach dem Essen Beschwer­den aus­lö­sen. Typisch sind Kopf­schmer­zen, Haut­rö­tun­gen, Herz­ra­sen, ver­stopf­te Nase, Ver­dau­ungs­pro­ble­me. Hist­amin­ab­baustö­run­gen wer­den häu­fig über­se­hen, weil kei­ne ein­zel­ne Mahl­zeit klar als Aus­lö­ser auf­fällt. Reak­tio­nen ent­ste­hen oft erst, wenn meh­re­re hist­amin­rei­che Lebens­mit­tel zusammenkommen.

Mast­zel­l­ak­ti­vie­rungs-Syn­drom (MCAS)

Beim MCAS reagie­ren Mast­zel­len – bestimm­te Immun­zel­len – über­mä­ßig auf eine Viel­zahl von Rei­zen: Lebens­mit­tel, Stress, Tem­pe­ra­tur­wech­sel, Düfte.⁵ Sie schüt­ten dabei Hist­amin aus, dazu eine Rei­he wei­te­rer ent­zün­dungs­för­dern­der Stoffe.

Die Beschwer­den sind viel­ge­stal­tig und betref­fen oft meh­re­re Organ­sys­te­me gleich­zei­tig: Haut, Magen-Darm-Trakt, Atem­we­ge, Kreis­lauf, Ner­ven­sys­tem. Das MCAS ist ein ver­gleichs­wei­se neu­es Krankheitsbild.⁵ Wenn Beschwer­den kei­nem ein­fa­chen Sche­ma fol­gen, lohnt es sich, dar­an zu denken.

Lak­to­se­into­le­ranz

Lak­to­se ist der Zucker in der Milch. Im Dünn­darm wird er durch das Enzym Lak­ta­se zer­legt. Bei vie­len Erwach­se­nen lässt die­se Enzym­ak­ti­vi­tät im Lauf des Lebens nach – evo­lu­ti­ons­ge­schicht­lich der Nor­mal­fall, da Erwach­se­ne ursprüng­lich kei­ne Milch tranken.⁶

Nicht abge­bau­te Lak­to­se gelangt in den Dick­darm, wird dort von Bak­te­ri­en ver­go­ren und führt zu Blä­hun­gen, Durch­fall, Bauch­schmer­zen. Die Dia­gnos­tik ist hier ver­gleichs­wei­se ein­fach: Ein H2-Atem­test zeigt zuver­läs­sig an, ob Lak­to­se unver­daut in den Dick­darm gelangt.⁶

Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on

Bei der Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on funk­tio­niert der Trans­port von Frucht­zu­cker durch die Darm­wand nicht korrekt.⁷ Auch hier gelangt der Zucker in den Dick­darm und löst dort die typi­schen Beschwer­den aus. Betrof­fen sind häu­fig Lebens­mit­tel, die als gesund gel­ten – Obst, Honig, man­che Gemü­se­sor­ten – sowie vie­le “zucker­freie” Süßungs­mit­tel mit Sor­bit. Die Dia­gnos­tik erfolgt eben­falls über einen H2-Atemtest.

Die Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on ist abzu­gren­zen von der sel­te­nen, ange­bo­re­nen her­edi­tä­ren Fruk­to­se­into­le­ranz. Die­se ist eine schwer­wie­gen­de Stoff­wech­sel­er­kran­kung, die bereits im Säug­lings­al­ter auf­fällt und ein ande­res Krank­heits­bild darstellt.

Sor­bit- und Polyolintoleranz

Sor­bit und ande­re Zucker­al­ko­ho­le (Poly­o­le) wer­den in vie­len “zucker­frei­en” Pro­duk­ten ein­ge­setzt. Sie kom­men auch natür­lich in Stein­obst und Tro­cken­früch­ten vor. Wer­den sie schlecht resor­biert, lösen sie ähn­li­che Beschwer­den aus wie eine Fruk­to­se­mal­ab­sorp­ti­on – häu­fig sogar in Kom­bi­na­ti­on, weil Sor­bit zusätz­lich die Fruk­to­se­auf­nah­me behindert.⁷

Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät, Wei­zen­all­er­gie und Zöliakie

Die­se drei Krank­heits­bil­der wer­den im All­tag und sogar in man­cher Pra­xis verwechselt.⁸ Sie betref­fen unter­schied­li­che Mecha­nis­men und erfor­dern unter­schied­li­che Therapie.

Die Zöli­a­kie ist eine immun­ver­mit­tel­te Erkran­kung. Glu­ten löst eine Ent­zün­dung der Dünn­darm­schleim­haut aus und führt zur Rück­bil­dung der Darm­zot­ten. Die Dia­gno­se erfolgt über Blut­tests (Trans­glut­ami­na­se-Anti­kör­per), im Ver­dachts­fall durch eine Dünn­darm­bi­op­sie. Die The­ra­pie ist eine strik­te, lebens­lan­ge glu­ten­freie Ernährung.

Die Wei­zen­all­er­gie ist eine klas­si­sche IgE-ver­mit­tel­te All­er­gie auf Wei­zen­pro­te­ine, mit Sofortreaktionen.

Die Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät (Nicht-Zöli­a­kie-Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät) ist ein eigen­stän­di­ges Krankheitsbild.⁸ Nach Glu­ten­ver­zehr tre­ten Beschwer­den auf, ohne dass sich die typi­schen Mar­ker einer Zöli­a­kie oder einer Wei­zen­all­er­gie nach­wei­sen las­sen. Die Dia­gno­se erfolgt durch sorg­fäl­ti­gen Aus­schluss und kon­trol­lier­te Eliminations-Provokations-Diät.

Die unter­schätz­te Rol­le der Darmbarriere

Bei vie­len Beschwer­den, die wie eine Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­keit aus­se­hen, beginnt das Pro­blem in der Darm­schleim­haut. Wenn die Bar­rie­re durch­läs­sig wird, kommt es zu Anti­kör­per­bil­dung gegen vie­le Lebens­mit­tel gleich­zei­tig. Eine Eli­mi­na­ti­ons­di­ät hilft dann nur kurz­zei­tig, weil die Ursa­che unbe­han­delt bleibt.

Die Darm­wand ist eine hoch­spe­zia­li­sier­te Bar­rie­re. Sie nimmt Nähr­stof­fe auf und ver­hin­dert gleich­zei­tig, dass grö­ße­re Eiweiß­bruch­stü­cke unkon­trol­liert ins Blut gelan­gen. Zwi­schen den Zel­len der Darm­schleim­haut sit­zen Tight Junc­tions – wört­lich “enge Ver­bin­dun­gen” –, die genau die­se Abdich­tung gewährleisten.⁹

Ist die Darm­bar­rie­re gestört, in der Fach­li­te­ra­tur als Leaky Gut oder Tight Junc­tion Dis­or­der beschrie­ben, öff­nen sich die­se Ver­bin­dun­gen vermehrt.⁹ Eiweiß­bruch­stü­cke aus der Nah­rung pas­sie­ren die Darm­wand, tref­fen im Blut auf das Immun­sys­tem und wer­den dort als fremd erkannt. Das Immun­sys­tem bil­det IgG-Anti­kör­per gegen vie­le Lebens­mit­tel, die regel­mä­ßig auf dem Spei­se­plan stehen.¹⁰ Die Anti­kör­per bil­den mit den Eiweiß­bruch­stü­cken Immun­kom­ple­xe, akti­vie­ren das Kom­ple­ment­sys­tem und unter­hal­ten eine nied­rig­gra­di­ge, chro­ni­sche Entzündung.³

Hier liegt ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis. Wenn die Darm­bar­rie­re durch­läs­sig ist, zeigt ein IgG-Test in der Regel vie­le Tref­fer auf ein­mal. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten eli­mi­nie­ren dann zehn oder fünf­zehn Lebens­mit­tel, ohne dass sich die Beschwer­den dau­er­haft bes­sern. Die eigent­li­che Ursa­che, die Per­mea­bi­li­täts­stö­rung, bleibt unbe­han­delt. Nach eini­gen Wochen tau­chen Reak­tio­nen auf ande­re Lebens­mit­tel auf.

In mei­ner Pra­xis prü­fe ich des­halb in der Regel zuerst die Darm­bar­rie­re. Mar­ker wie Zonu­lin, Alpha-1-Anti­tryp­sin im Stuhl oder das sekre­to­ri­sche IgA geben Hin­wei­se auf den Zustand der Schleimhaut.⁹ Erst wenn die­ses Bild klar ist, ergibt eine geziel­te Anti­kör­per­dia­gnos­tik wirk­lich Sinn.

Dia­gnos­tik: Was sinn­voll ist und wor­auf zu ach­ten ist

Wel­cher Test im Ein­zel­fall passt, hängt vom ver­mu­te­ten Mecha­nis­mus ab. Die fol­gen­den Ver­fah­ren decken die wich­tigs­ten Berei­che ab.

Klas­si­sche All­er­gie­dia­gnos­tik (IgE)

Bei Ver­dacht auf eine Sofort­typ-All­er­gie kommt der spe­zi­fi­sche IgE-Blut­test oder der Haut­test (Prick-Test) zum Ein­satz. Die­se Ver­fah­ren sind wis­sen­schaft­lich gut etabliert.² Für die häu­fi­ge­ren ver­zö­ger­ten Reak­tio­nen sind sie jedoch nicht aussagekräftig.

Atem­tests bei Zuckerunverträglichkeiten

Für Lak­to­se, Fruk­to­se und Sor­bit ist der Was­ser­stoff-Atem­test (H2-Atem­test) ein ver­läss­li­ches Verfahren.⁶ ⁷ Nach Ein­nah­me einer defi­nier­ten Men­ge des jewei­li­gen Zuckers wird über meh­re­re Stun­den gemes­sen, wie viel Was­ser­stoff in der Atem­luft auf­taucht. Ein Anstieg zeigt an, dass der Zucker im Dick­darm bak­te­ri­ell ver­go­ren wird.

Eli­mi­na­ti­ons- und Provokationsdiät

Bei Hist­amin­in­to­le­ranz und Glu­ten­sen­si­ti­vi­tät ist die struk­tu­rier­te Eli­mi­na­ti­ons- und Pro­vo­ka­ti­ons­di­ät das aus­sa­ge­kräf­tigs­te Verfahren.⁴ ⁸ Über einen fest­ge­leg­ten Zeit­raum wer­den ver­däch­ti­ge Lebens­mit­tel kon­se­quent gemie­den, anschlie­ßend kon­trol­liert wie­der ein­ge­führt. Beglei­tet wird das Vor­ge­hen durch ein Beschwer­de­ta­ge­buch. Die­se Metho­de erfor­dert Dis­zi­plin, lie­fert aber oft die klars­ten Ergebnisse.

IgG-Dia­gnos­tik – dif­fe­ren­ziert betrachtet

Die Bestim­mung von IgG-Anti­kör­pern gegen Nah­rungs­mit­tel ist in Deutsch­land umstrit­ten. Die Deut­sche Gesell­schaft für All­er­go­lo­gie und kli­ni­sche Immu­no­lo­gie (DGA­KI) lehnt die­se Dia­gnos­tik ab.¹¹ Sie beruft sich dabei auf ein Posi­ti­ons­pa­pier der euro­päi­schen Fach­ge­sell­schaft EAA­CI von 2008.¹² Bei genau­er Betrach­tung zeigt sich: Das EAA­CI-Papier bezog sich aus­schließ­lich auf eine bestimm­te Unter­klas­se, IgG4. Die­se Unter­klas­se akti­viert das Kom­ple­ment­sys­tem nicht und löst aus bio­che­mi­scher Sicht kei­ne Ent­zün­dung aus.¹³

Die DGA­KI hat die­se Aus­sa­ge 2009 jedoch auf das gesam­te IgG ausgeweitet.¹¹ Die übri­gen Unter­klas­sen (IgG1, IgG2, IgG3) – zusam­men 96 Pro­zent aller IgG-Anti­kör­per – akti­vie­ren das Kom­ple­ment­sys­tem sehr wohl und kön­nen ent­zünd­li­che Pro­zes­se vermitteln.¹³ Meh­re­re kli­ni­sche Stu­di­en zu Reiz­darm, Migrä­ne und Mor­bus Crohn deu­ten dar­auf hin, dass IgG-basier­te Eli­mi­na­ti­ons­diä­ten Beschwer­den ver­bes­sern können.¹⁴ ¹⁵ ¹⁶

IgG-Tests sind kein All­heil­mit­tel. Die pau­scha­le Anwen­dung gro­ßer Test-Panels ohne Vor­be­fund kann mehr scha­den als hel­fen. Sinn­voll wer­den sie, wenn die Darm­bar­rie­re geprüft, ande­re Ursa­chen aus­ge­schlos­sen und die Ergeb­nis­se vor dem Hin­ter­grund der indi­vi­du­el­len Ernäh­rung inter­pre­tiert wer­den. So ange­wen­det kann ein IgG-Test ein wert­vol­ler Bau­stein der Dia­gnos­tik sein.

Dia­gnos­tik der Darmbarriere

Zur Ein­schät­zung der Schleim­haut­funk­ti­on ste­hen ver­schie­de­ne Stuhl- und Blut­tests zur Ver­fü­gung: Zonu­lin, Alpha-1-Anti­tryp­sin, sekre­to­ri­sches IgA, Cal­pro­tec­tin sowie der Sta­tus der Darmflora.⁹ Wel­che Unter­su­chun­gen im Ein­zel­fall pas­sen, hängt von den Beschwer­den und dem bis­he­ri­gen Befund­ver­lauf ab.

So läuft die Bera­tung in mei­ner Pra­xis ab

Ein Bera­tungs­ge­spräch beginnt mit einer aus­führ­li­chen Ana­mne­se, bevor der ers­te Test in den Blick kommt. Wel­che Beschwer­den tre­ten auf? In wel­chem zeit­li­chen Zusam­men­hang zum Essen? Wel­che Lebens­mit­tel wer­den beson­ders häu­fig kon­su­miert? Gibt es Vor­er­kran­kun­gen, Medi­ka­men­te, frü­he­re Anti­bio­ti­ka­the­ra­pien, frü­he­re Infek­te? Wie steht es um Schlaf, Stress, Bewe­gung? Brin­gen Sie Ihre bis­he­ri­gen Befun­de ger­ne mit – so kön­nen wir gemein­sam ein­ord­nen, was bereits abge­klärt ist.

Dar­aus ergibt sich, wel­che Dia­gnos­tik sinn­voll ist und in wel­cher Rei­hen­fol­ge. Häu­fig steht die Beur­tei­lung der Darm­schleim­haut am Anfang. Erst wenn die­ses Bild klar ist, folgt die geziel­te Anti­kör­per- oder Atemtest-Diagnostik.

Die the­ra­peu­ti­sche Kon­se­quenz besteht sel­ten in einem rei­nen Ver­zicht. Sinn­vol­ler ist meist ein zeit­lich begrenz­tes Aus­set­zen der belas­ten­den Lebens­mit­tel. Gleich­zei­tig wer­den sie durch hoch­wer­ti­ge Alter­na­ti­ven ersetzt, damit die Ernäh­rung aus­ge­wo­gen bleibt. Par­al­lel arbei­ten wir an der Ursa­che: an der Darm­schleim­haut, an der Mikro­bio­ta, an Mikro­nähr­stof­fen, gege­be­nen­falls an Stress- und Schlaf­re­gu­la­ti­on. Ziel ist die Wie­der­her­stel­lung einer Tole­ranz, die lang­fris­tig wie­der mehr Viel­falt erlaubt.

Bera­tungs­ter­mi­ne in Ham­burg und online

Die Bera­tung bie­te ich in mei­ner Pra­xis in Ham­burg-St. Georg an, eben­so als Video­sprech­stun­de im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum. Ein Bera­tungs­ge­spräch dau­ert in der Regel 60 bis 90 Minu­ten. Sie erhal­ten eine schrift­li­che Zusam­men­fas­sung mit Emp­feh­lun­gen, die Sie auch an mit­be­han­deln­de Ärz­tin­nen und Ärz­te wei­ter­ge­ben können.

Pho­to by Artur Rut­kow­ski on Uns­plash

Bera­tungs­te­rin ver­ein­ba­ren unter: 040 20933810 

Die Pra­xis liegt am Holz­damm 22 in 20099 Ham­burg St. Georg, direkt gegen­über dem Hotel Atlan­tic. Vom Haupt­bahn­hof aus sind es fünf Geh­mi­nu­ten. Wenn Sie mit dem Auto kom­men, kön­nen Sie in der öffent­li­chen Tief­ga­ra­ge des benach­bar­ten Ibis-Hotels par­ken. Anfahrts­kar­te unten auf die­ser Seite.

Mei­ne wich­tigs­ten Schwer­punk­te sind:

  • Auto­im­mun­erkran­kun­gen, beson­ders Hashimoto-Thyreoiditis
  • Vital- und Stoff­wech­sel­ana­ly­se mit indi­vi­du­el­ler Ernährungsberatung
  • Indi­vi­du­el­le Krebsberatung
  • Schwer­me­tall­aus­lei­tung
  • Mikro­im­mun­the­ra­pie
  • Rau­cher­ent­wöh­nung mit Aku­punk­tur und Nichtraucher-Spritze
  • Bio-Impe­danz-Ana­ly­se zur Bestim­mung der Körperzusammensetzung

Auf den ent­spre­chen­den Unter­sei­ten fin­den Sie aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu jedem Verfahren.

Drei Punk­te sind aus mei­ner Sicht relevant:

Ers­tens: Berufs­er­fah­rung. Ein Heil­prak­ti­ker mit 20 oder mehr Jah­ren Erfah­rung hat einen grö­ße­ren Behand­lungs­schatz und erkennt typi­sche Krank­heits­mus­ter schnel­ler. Ich bin seit 1999 zuge­las­sen und seit 2000 in eige­ner Pra­xis tätig – seit 2010 in Hamburg.

Zwei­tens: Kla­re Schwer­punk­te. Heil­prak­ti­ker, die alles behan­deln, sind sel­ten in irgend­et­was wirk­lich tief drin. Ach­ten Sie auf einen kla­ren Fokus, der zu Ihrem Anlie­gen passt – bei mir Auto­im­mun­erkran­kun­gen, Stoff­wech­sel­the­ra­pie und inte­gra­ti­ve Krebsberatung.

Drit­tens: Ver­bands­mit­glied­schaft und Fort­bil­dung. Heil­prak­ti­ker sind gesetz­lich zur Fort­bil­dung ver­pflich­tet. Mit­glied­schaft in Berufs­ver­bän­den wie dem FDH und nach­voll­zieh­ba­re Fort­bil­dun­gen sind ein Qualitätsmerkmal.

Bit­te ver­ein­ba­ren Sie Ihren  Ter­min tele­fo­nisch über das Pra­xis-Team unter 040 20933810, Mon­tag bis Don­ners­tag von 8 bis 18 Uhr und Frei­tag von 8 bis 16 Uhr. Für Erst­ge­sprä­che pla­ne ich 60 Minu­ten ein, des­halb arbei­te ich aus­schließ­lich nach Ter­min. Die Pra­xis liegt am Holz­damm 22 in Ham­burg St. Georg, direkt gegen­über dem Hotel Atlan­tic – fünf Geh­mi­nu­ten vom Ham­bur­ger Hauptbahnhof.

In mei­ner Pra­xis in Ham­burg St. Georg star­ten wir mit zwei Ter­mi­nen: der ers­te für Ana­mne­se und Blut­ent­nah­me, der zwei­te für die Bespre­chung der Ergeb­nis­se und den Behandlungsplan.

Anschlie­ßend ist alle 6 bis 8 Wochen ein 30-minü­ti­ger Fol­ge­ter­min sinn­voll, um den Behand­lungs­fort­schritt zu kontrollieren.

Die meis­ten Maß­nah­men set­zen Sie zu Hau­se selbst um – durch Ernäh­rungs­um­stel­lung, Mikro­nähr­stof­fe oder natur­heil­kund­li­che Arz­nei­en. Nur weni­ge Ver­fah­ren brau­chen regel­mä­ßi­ge monat­li­che Termine.

Mei­ne Pra­xis ist eine rei­ne Bestell­pra­xis. Für jeden Pati­en­ten pla­ne ich 60 Minu­ten ein. Bit­te sagen Sie min­des­tens 2 Arbeits­ta­ge vor­her ab – Ter­mi­ne für Mon­tag also bereits am Frei­tag, weil das Pra­xis­te­le­fon am Wochen­en­de nicht besetzt ist.

Bei Absa­gen unter 48 Stun­den oder bei Nicht­er­schei­nen fällt ein Aus­fall­ho­no­rar von 110 Euro an. Mit der Ter­min­ver­ein­ba­rung erklä­ren Sie sich mit die­ser Regel einverstanden.

Mein Hono­rar für das Erst­ge­spräch beträgt 160 Euro für 60 Minu­ten. Die Gesamt­kos­ten kann ich vor dem ers­ten Ter­min nicht exakt bezif­fern, weil sie davon abhän­gen, wel­che Unter­su­chun­gen für Ihre Beschwer­den sinn­voll sind.

Aus Erfah­rung benö­ti­gen die meis­ten Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit län­ger bestehen­den oder chro­ni­schen Beschwer­den drei Stun­den: die ers­te für Vor­ge­spräch, Ana­mne­se und Blut­ent­nah­me, die zwei­te für die Bespre­chung der Ergeb­nis­se und des The­ra­pie­plans, die drit­te für den Bio­feld­test, den ich an Ihrer Blut­pro­be ohne Ihr Bei­sein durchführe.

Für eine genaue­re Aus­kunft errei­chen Sie das Pra­xis-Team unter 040 20933810 oder per Mail an info@derheilpraktiker.de.

Nein, gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen dür­fen Behand­lun­gen beim Heil­prak­ti­ker grund­sätz­lich nicht erstat­ten. Sie kön­nen die Kos­ten jedoch als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen von der Steu­er abset­zen. Ein­zel­ne gesetz­li­che Kas­sen gewäh­ren ein­ma­li­ge Zuschüs­se als Kun­den­bin­dungs­in­stru­ment – ohne Rechtsanspruch.

Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­run­gen erstat­ten je nach Tarif einen Teil der Kos­ten. Auch mit pri­va­ter Voll- oder Zusatz­ver­si­che­rung tra­gen Sie meist einen Eigen­an­teil. Grund: Das Gebüh­ren­ver­zeich­nis für Heil­prak­ti­ker (GeBüH) basiert auf einer Umfra­ge von 1985 und wur­de nie aktua­li­siert. Ich rech­ne des­halb nicht nach die­sen Sät­zen ab. Pri­va­te Ver­si­che­rer beru­fen sich aber häu­fig dar­auf, sodass Sie einen Teil des Hono­rars selbst tragen.

Nein, ich bin weder Osteo­path noch Chi­ro­prak­ti­ker und bie­te kei­ne manu­el­len Behand­lun­gen an. Wenn Sie gezielt chi­ro­prak­ti­sche oder osteo­pa­thi­sche The­ra­pien suchen, fin­den Sie in Ham­burg spe­zia­li­sier­te Kollegen.

In mei­ner Pra­xis in Ham­burg kon­zen­trie­re ich mich auf die natur­heil­kund­li­che Behand­lung von rheu­ma­ti­schen und Auto­im­mun­erkran­kun­gen. Im Fokus ste­hen Ernäh­rung, Mikro­nähr­stof­fe und Immun­sys­tem. Bei chro­nisch ent­zünd­li­chen Gelenk­er­kran­kun­gen und Rheu­ma kann ein erwei­ter­ter Blick auf Darm, Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten und Stoff­wech­sel­pro­zes­se hel­fen, Ent­zün­dun­gen zu reduzieren.

Wenn Sie unter einer chro­ni­schen Gelenk- oder Auto­im­mun­erkran­kung lei­den und einen natur­heil­kund­li­chen Ansatz suchen, ent­wi­ckeln wir gemein­sam ein The­ra­pie- und Ernährungskonzept.

Nein, Kin­der sind kei­ne klei­nen Erwach­se­nen. In Ham­burg gibt es Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die sich auf die Behand­lung von Kin­dern spe­zia­li­siert und ent­spre­chend fort­ge­bil­det haben – ich ver­wei­se Sie ger­ne an die­se. Für die Behand­lung von Kin­dern gibt es nur sehr weni­ge zuge­las­se­ne Arz­nei­mit­tel und Nah­rungs­er­gän­zun­gen; das erfor­dert spe­zi­el­le Erfahrung.

Häu­fig gestell­te Fragen

Es gibt Fra­gen, die mir oder dem Pra­xis­team häu­fi­ger gestellt wer­den. Hier fin­den Sie die Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen. Wenn Ihre Fra­ge hier nicht beant­wor­tet wird, scheu­en Sie sich nicht und schi­cken uns Ihre Fra­ge über das Kon­takt­for­mu­lar oder per E‑Mail.

Picture of Kai Stefan Haschke | Heilpraktiker in Hamburg
Kai Ste­fan Hasch­ke | Heil­prak­ti­ker in Hamburg 

Kai Ste­fan Hasch­ke ist Heil­prak­ti­ker in Ham­burg St. Georg. Zuge­las­sen seit 1999, seit 2000 in eige­ner Pra­xis – zunächst in Stutt­gart, seit 2010 in Ham­burg, seit 2018 am Holz­damm gegen­über dem Hotel Atlan­tic. Behand­lungs­schwer­punk­te: Auto­im­mun­erkran­kun­gen (beson­ders Hash­i­mo­to-Thy­reo­idi­tis), chro­ni­sche Beschwer­den, Ernäh­rungs- und Stoff­wech­sel­the­ra­pie, indi­vi­du­el­le Krebsberatung.

Mit­glied im Fach­ver­band Deut­scher Heil­prak­ti­ker (FDH) und im Arbeits­kreis für Kli­ni­sche Toxi­ko­lo­gie der DGUHT.

→ Ter­min ver­ein­ba­ren: 040 20933810

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Kai Ste­fan Hasch­ke | Heil­prak­ti­ker in Hamburg 

Kai Ste­fan Hasch­ke ist Heil­prak­ti­ker in Ham­burg St. Georg. Zuge­las­sen seit 1999, seit 2000 in eige­ner Pra­xis – zunächst in Stutt­gart, seit 2010 in Ham­burg, seit 2018 am Holz­damm gegen­über dem Hotel Atlan­tic. Behand­lungs­schwer­punk­te: Auto­im­mun­erkran­kun­gen (beson­ders Hash­i­mo­to-Thy­reo­idi­tis), chro­ni­sche Beschwer­den, Ernäh­rungs- und Stoff­wech­sel­the­ra­pie, indi­vi­du­el­le Krebsberatung.

Mit­glied im Fach­ver­band Deut­scher Heil­prak­ti­ker (FDH) und im Arbeits­kreis für Kli­ni­sche Toxi­ko­lo­gie der DGUHT.

→ Ter­min ver­ein­ba­ren: 040 20933810

Quel­len

¹ Schwen­nin­ger Kran­ken­kas­se / vivi­da bkk. Bevöl­ke­rungs­re­prä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge: Jeder drit­te Bun­des­bür­ger lei­det an Nah­rungs­mit­tel­un­ver­träg­lich­kei­ten. 2015.
² Worm M et al. Update Leit­li­nie zum Manage­ment IgE-ver­mit­tel­ter Nah­rungs­mit­tel­all­er­gien – S2k-Leit­li­nie der DGA­KI. All­er­go­lo­gie 2021; 44(7):488–541.
³ Vidars­son G, Dek­kers G, Ris­pens T. IgG sub­clas­ses and allo­ty­pes: from struc­tu­re to effec­tor func­tions. Fron­tiers in Immu­no­lo­gy 2014; 5:520.
⁴ Maintz L, Novak N. Hist­ami­ne and hist­ami­ne into­le­rance. Ame­ri­can Jour­nal of Cli­ni­cal Nut­ri­ti­on 2007; 85(5):1185–1196.
⁵ Akin C, Valent P, Met­cal­fe DD. Mast cell acti­va­ti­on syn­dro­me: Pro­po­sed dia­gno­stic cri­te­ria. Jour­nal of Aller­gy and Cli­ni­cal Immu­no­lo­gy 2010; 126(6):1099–1104.
⁶ Mis­sel­witz B, But­ter M, Ver­be­ke K, Fox MR. Update on lac­to­se mal­ab­sorp­ti­on and into­le­rance: patho­ge­ne­sis, dia­gno­sis and cli­ni­cal manage­ment. Gut 2019; 68(11):2080–2091.
⁷ Fede­wa A, Rao SS. Die­ta­ry fruc­to­se into­le­rance, fruc­tan into­le­rance and FOD­MAPs. Cur­rent Gas­tro­en­te­ro­lo­gy Reports 2014; 16(1):370.
⁸ Cat­as­si C, Elli L, Bonaz B et al. Dia­gno­sis of Non-Celi­ac Glu­ten Sen­si­ti­vi­ty (NCGS): The Saler­no Experts’ Cri­te­ria. Nut­ri­ents 2015; 7(6):4966–4977.
⁹ Nie­wiem M, Grzy­bows­ka-Chle­bow­c­zyk U. Intesti­nal Bar­ri­er Per­mea­bi­li­ty in All­er­gic Dise­a­ses. Nut­ri­ents 2022; 14(9):1893.
¹⁰ Lacer­da JF, Lagos AC, Caro­li­no E et al. Func­tion­al Food Com­pon­ents, Intesti­nal Per­mea­bi­li­ty and Inflamm­a­to­ry Mar­kers in Pati­ents with Inflamm­a­to­ry Bowel Dise­a­se. Nut­ri­ents 2021; 13(2):642.
¹¹ Klei­ne-Teb­be J, Ball­mer-Weber B, Bey­er K et al. Kei­ne Emp­feh­lung für IgG- und IgG4-Bestim­mun­gen gegen Nah­rungs­mit­tel. Leit­li­nie der DGA­KI, des ÄDA, der GPA, der ÖGAI und der SGAI. Aller­go Jour­nal 2009; 18:267–273.
¹² Sta­pel SO, Ase­ro R, Ball­mer-Weber BK et al. Test­ing for IgG4 against foods is not recom­men­ded as a dia­gno­stic tool: EAA­CI Task Force Report. Aller­gy 2008; 63(7):793–796.
¹³ Aal­ber­se RC, Sta­pel SO, Schu­ur­man J, Ris­pens T. Immu­no­glo­bu­lin G4: an odd anti­bo­dy. Cli­ni­cal and Expe­ri­men­tal Aller­gy 2009; 39(4):469–477.
¹⁴ Atkin­son W, Shel­don TA, Shaath N, Whor­well PJ. Food eli­mi­na­ti­on based on IgG anti­bo­dies in irri­ta­ble bowel syn­dro­me: a ran­do­mi­sed con­trol­led tri­al. Gut 2004; 53(10):1459–1464.
¹⁵ Alpay K, Ertaş M, Orhan EK et al. Diet rest­ric­tion in migrai­ne, based on IgG against foods: A cli­ni­cal dou­ble-blind, ran­do­mi­sed, cross-over tri­al. Cepha­lal­gia 2010; 30(7):829–837.
¹⁶ Bentz S, Haus­mann M, Piber­ger H et al. Cli­ni­cal Rele­van­ce of IgG Anti­bo­dies against Food Anti­gens in Crohn’s Dise­a­se – A Dou­ble-Blind Cross-Over Diet Inter­ven­ti­on Stu­dy. Diges­ti­on 2010; 81(4):252–264.